Tattoo-Schmerzen: Tut das Tätowieren weh?

Die Frage „Tut es weh“? ist eine der häufigsten, die wir in unserem Tattoo-Studio zu hören bekommen. Die Antwort ist simpel: Ja, Tattoo-Schmerzen sind real. Aber wie stark der Schmerz beim Tätowieren ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Welche das sind und was du präventiv tun kannst, damit es nicht so schlimm wird, verraten wir dir gleich.


Erstmal vorab: Jeder Mensch ist anders und empfindet Schmerz unterschiedlich. Manche spüren kaum etwas, andere sind wahnsinnig schmerzempfindlich. Das sind einfach generelle Erfahrungen, die wir gemacht haben und mit euch teilen.

Schmerzempfindlichkeit und Körperstellen

Nebst dem eigenen Schmerzempfinden hängt das Aua auch von der Stelle ab, die du dir tätowieren lässt. Es gibt Körperregionen, in denen Tattoos weniger schmerzhaft sind als in anderen.

Wenn du dich zum ersten Mal tätowieren lässt und Angst vor Schmerzen hast, dann solltest du mit einer weniger empfindlichen Stelle starten. Dann bekommst du ein Gefühl dafür und kannst dir später immer noch eine der anderen Gegenden vornehmen. 😉

Weniger schmerzhafte Tattoo-Stellen:

  • Oberarm aussen

  • Unterarm aussen

Besser aushaltbar: Ein Realismus-Tattoo von Fabio auf dem Oberarm aussen

Besonders schmerzhafte Tattoo-Stellen:

  • Rippen

  • Fuss

  • Steissbein-Region

  • Hals

  • Hände

Tattoo-Stile und ihre Schmerzintensität

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Leute breite Linien mehr Tattoo-Schmerzen verursachen als feine Linien. Logisch: Bei der breiten Linie wird eine grössere Hautfläche verletzt. Auch wenn eine Fläche ganz ausgefüllt werden muss, ist das schmerzhafter.

Es gilt deswegen: Wo grob gearbeitet wird, tuts auch mehr weh.

Als schmerzhafter gelten folgende Tattoo-Stile:

  • Oldschool und Neotraditional, wo mit satten Flächen und groben Linien gearbeitet wird

  • Tribals - die bestehen ausschliesslich aus satten Linien und flächigem Schwarz

  • Allgemein farbige Tattoos, weil Farben in der Regel auch flächendeckend sind

Gandalf im Neotraditional-Stil

Breite Linien und auf dem Oberschenkel innen: Eine nicht ganz angenehme Stelle.

Als weniger schmerzhaft gelten:

  • Fineline und Dotwork, wo mit einer dünnen Nadel gearbeitet wird und die vielen, feinen Details ein langsames Arbeiten erfordern, gelten als erträglicher.

  • Generell bedeuten kleine Tattoos weniger Tattoo-Schmerzen - das Tätowieren dauert nicht lange.

Dein Körpergefühl beeinflusst den Schmerz

Dein Körperzustand beeinflusst, wie stark du die Schmerzen beim Tätowieren empfindest. Würdest du unausgeschlafen einen Marathon laufen? Oder betrunken zur Arbeit gehen? Eben.

Das solltest du auch nicht bei einer Tattoo-Session machen. Achte darauf, genug zu schlafen, vorher etwas zu essen und genug zu trinken (damit meinen wir Wasser, nicht Bier). Dein Körper ist somit fit und entspannt und kann sich darauf konzentrieren, den Schmerz besser zu verarbeiten.

Tipp für Menschen mit Periode: Vermeide es, dich während deiner Menstruation tätowieren zu lassen. In der Regel ist man schmerzempfindlicher, was die Erfahrung extra unangenehm macht.

Tattoo-Schmerzen während des Stechens lindern

Hast du dich nun fürs Tätowieren entschieden und es tut weh, sind hier einige Tipps, um die Tattoo-Schmerzen erträglicher zu machen:

  • Atme gleichmässig, konzentriere dich darauf.

  • Lenk dich ab, in dem du Musik hörst oder mit einem deiner Tätowierer sprichst.

Gute Vorbereitung ist alles. Wie du das machst, erfährst du in diesem Beitrag hier (inklusive Playlist und was du alles mitbringen sollst):

Übrigens: No-Gos sind Schmerzmittel und Betäubungscrèmes - dann tätowieren wir nicht.

Pausen und Tattoo-Schmerzen: Was du wissen musst

Zwischendurch eine Pause zu machen, insbesondere bei langen Sessions, ist wichtig. So kann man sich etwas entspannen und sich bewegen.

Aber zu viele Pausen sind tatsächlich kontraproduktiv. Beim Tätowieren schüttet der Körper Adrenalin aus, was gegen die Schmerzen hilft. Macht man eine Pause, hört der Körper damit auf. Deswegen ist es nach einer Pause immer etwas schmerzhafter.

Wir empfehlen deswegen: Lieber dranbleiben und weniger Pausen machen. So ist das ganze auch schneller vorbei. Wenn man zu viele Pausen macht, kann das Tattoo schon mal eine Stunde länger gehen.

Ein Mann mit schmerzverzerrtem Gesicht, der stark schwitzt und tätowiert wird. Mit KI erstellt

Keine Panik: Das Bild wurde mit Midjourney erstellt und ist kein echter Kunde von uns 😉


Schmerzen beim Tätowieren sind normal. Wichtig ist, auf den eigenen Körper zu achten und einfache Tricks anzuwenden, um es so angenehm wie möglich zu gestalten.

Hast du noch Fragen? Wir beraten dich gerne unverbindlich.

Zurück
Zurück

Tattoo to Go – Das mobile Tattoo-Erlebnis für deinen Anlass

Weiter
Weiter

Tattoos und Festivals: Passt das zusammen?